Einfädeln deiner Nähmaschine

Einfädeln deiner Nähmaschine

Wenn Du meinem Aufruf „Fang einfach mal an!“ folgen möchtest, freue ich mich Dich mitzunehmen!

Egal ob Du anfängst Dein T-Shirt zu bemalen, oder Deine Jacke mit Knöpfen verzierst. Tu es einfach! Es macht Dir bestimmt genauso viel Spaß wie mir, Deinen Ideen freien Lauf zu lassen. Wenn Du lernen möchtest mit einer Nähmaschine umzugehen, besuche doch mal einen Nähkurs in Deiner Nähe. Mittlerweile gibt es neben der VHS viele kleine Nähstudios, die Dir bestimmt weiterhelfen können.

Vielleicht kann in Deiner Familie oder im Freundeskreis auch noch jemand nähen, frag mal nach und probier gemeinsam etwas zu gestalten. Meistens steht im Keller auch noch die passende „Oma-Nähmaschine“ rum.

Einfädeln deiner Nähmaschine - Bild 1

Hol sie raus und fang an zu lesen, wie sie funktioniert. Falls Du nicht klar kommst, kannst Du uns gerne fragen.

Wichtig ist, dass Du anfängst aktiv zu werden!

Am Anfang muss es nicht sofort die teure Hightech-Nähmaschine und das komplette Profizubehör sein. Die ersten Versuche kannst Du auch an einer ganz einfachen Nähmaschine ausprobieren. Wichtig ist, dass sie funktionsfähig ist und gut geradeaus näht. Schau mal, was es mit Dir macht, wenn Du anfängst etwas nach Deinen Vorstellungen zu gestalten.

Am Anfang ist das Wichtigste richtig einzufädeln.

Das Prinzip des Einfädelns ist bei jeder Nähmaschine ähnlich. Während des Einfädelns sollte das Füßchen in der oberen Position sein, damit die Fadenspannung nicht aktiviert ist!

Hier meine Einfädel-Hilfe für verschiedene Nähmaschinen-Typen:

Einfädeln deiner Nähmaschine -Bild 2

1. Der Garnrollenhalter: Hier wird die Garnrolle aufgesteckt.

Es gibt 2 Versionen: horizontal und vertikal.

Die Garnrolle sollte mit der Schrift lesbar nach oben aufgesteckt werden, damit das Garn optimal abgewickelt wird. Zusätzlich muss sie bei horizontaler Lagerung befestigt werden.

Einfädeln deiner Nähmaschine -Bild3

2. Der Faden wird nun durch eine Öse im oberen Bereich der Maschine geführt. Diese Öse kann je nach Maschine unterschiedlich aussehen. Bei modernen Maschinen ist der Weg des Fadens oft mit Pfeilen gekennzeichnet.

Es geht bei jeder Maschine jetzt nach unten.

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3. Zur Fadenspannung: Sie regelt, wie stark der Oberfaden gespannt wird. Diese Einstellung ist sehr wichtig, um ein schönes Stichbild zu erhalten und sollte in Abhängigkeit vom verwendeten Material angepasst werden. Die mittlere Einstellung ist je nach Maschine unterschiedlich und ist oft farblich gekennzeichnet. Eine höhere Zahl bedeutet, dass die Spannung erhöht wird und umgekehrt. Bei richtiger Fadenspannung liegt die Verschlingung von Ober- und Unterfaden in der Mitte der beiden Stofflagen.

Beim Einfädeln ist es egal ob der Faden links oder rechts an der Scheibe vorbeigeführt wird.

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Bei älteren Maschinen solltest Du darauf achten, dass der Faden von rechts durch die beiden Spannungsscheiben geführt wird und richtig fest dazwischen liegt. Bei einigen Maschinen muss der Faden nach der Fadenanzugsfeder auch noch hinter einen Haken gezogen werden.

Einfädeln deiner Nähmaschine -Bild6

Nach dieser Station geht es immer wieder nach oben.

4. Der Fadengeber: Bei mir heißt der Fadengeber auch „Maulwurf“, da er abtaucht und nach jeder Umdrehung wieder aus dem Gehäuse lugt. Er ist besonders wichtig im Nähablauf, weswegen ich etwas mehr erklären möchte.

Beim Einfädeln dieser weiteren „Öse“ sollte der Fadengeber in der höchsten Position stehen! Diese Position ist zwingend am Anfang und am Ende des Nähvorgangs einzuhalten!

Mit dem Handrad kann die Position manuell eingestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass man das Handrad ausschließlich auf sich zu dreht! Ganz wichtig: niemals das Handrad nach hinten, also von sich weg drehen! Dann blockiert der Unterfaden und Du kannst die Nadel nicht mehr bewegen.

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Einfädeln deiner Nähmaschine -Bild8

Wenn zwei Löcher vorhanden sind wird der Faden nur einmal durchgeführt. Das andere ist für einen zweiten Faden vorgesehen.

5. Nach dem Fadengeber wird der Faden immer nach unten zur Nadel geführt. Dabei muss der Faden durch alle vorhandenen Ösen gefädelt werden. Die Anzahl ist modellabhängig.

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Dabei ist die Öse an der Nadelstange wichtig und darf nicht vergessen werden.

6. Einfädeln der Nadel:

Der Faden wird immer von vorne nach hinten durch das Nadelöhr geführt. Dabei sollte der Faden bis zum Ende des Sockels gezogen werden, damit er zu Beginn des Nähvorgangs nicht aus der Nadel rutscht.

Einfädeln deiner Nähmaschine - Bild10

Der Oberfaden ist jetzt richtig eingefädelt!

Nun folgt der Unterfaden:

Auf der Spule ist der Unterfaden aufgespult. Die Spule kann aus Plastik oder Metall sein. Vorsicht! Es gibt verschiedene Arten! Sie sind nicht beliebig für jede Maschine einsetzbar.

Bei den Spulenkapseln sind zwei Arten üblich, eine mit und eine ohne „Horn“. Sonst sind sie vom Aufbau her ähnlich und werden gleich eingefädelt.

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Beide haben einen Schlitz, durch den der Unterfaden gezogen werden muss:

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Die Spannungsfeder kann modellabhängig etwas anders sein.

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7. Einlegen der Spule:

Die Spulenkapsel liegt in der linken Hand und die Spule in der rechten. Der Faden muss nach rechts zeigen, damit der Faden gegen den Uhrzeigersinn abläuft. Die Spule wird in de Kapsel gelegt.

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Jetzt den Faden durch den Schlitz führen und zur Spannungsregulierung unter die Kapselfeder ziehen.

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Zuletzt den Faden bis in die vorne befindliche Öse ziehen bis er einschnappt.

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8. Einlegen der Spulenkapsel:

Den Spulenclip mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand festhalten, damit die Spule fixiert wird und nicht mehr herausfallen kann. Das ist am Anfang etwas ungewohnt, aber es wird einfacher mit der Zeit.

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Die Spulenkapsel wird auf die Achse gelegt, dabei ist das Schlüssel-Schloss-Prinzip zu beachten. Wenn Du den Clip loslässt, muss die Kapsel einrasten, es ist ein „Klack“ zu hören.

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Erst jetzt sitzt sie fest!

Einfädeln deiner Nähmaschine - Bild19

In meinem nächsten Beitrag zeige ich Dir, wie man den Unterfaden hoch holt und die Maschine für den Geradstich einstellt.

Viel Spaß beim Einfädeln Deiner Maschine!

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