Geprüft auf Nadel und Faden – Lasst uns (shabby) chic machen

Geprüft auf Nadel und Faden – Lasst uns (shabby) chic machen

Vor ein paar Wochen war ich mit meiner Freundin auf einer Kreativmesse. Neben ganz vielen tollen Dingen, die zum Kreativ-werden angeregt haben, haben wir unter anderem Kreidefarbe entdeckt. Möbelstücken und anderen Dingen kann so ein ganz individueller Look verliehen werden oder ihr könnt ausrangierten Sachen wieder zu neuem (matten) Glanz verhelfen. Ich musste direkt an mein schönes Holztablett denken, auf dem mir im letzten Jahr ein kleines Malheur passiert ist, als wir draußen gegrillt haben.

Da ich dem Tablett aus sentimentalen Gründen (Geschenk zum Einzug in die eigene Wohnung) und aus optischen Gründen (bis auf den hässlichen Fleck gefällt es mir nach wie vor sehr gut) kein langfristiges Dasein in der hintersten Ecke im Schrank ersparen wollte, habe ich mich, dankbar für die Idee auf der Messe, mit Kreidefarbe eingedeckt. Die Kleinen Töpfchen gibt es in unterschiedlichen Farbtönen von grau über blau bis grün, rosa und gelb. Gemeinsam haben die Farben eine matte pudrige Note.

Mit den Farben könnt ihr mit wenigen Handgriffen alten Gegenständen ein vintage-Makeover verpassen oder neuen Dingen ein älteres Finish verleihen.

Kreidefarbe ist auf Wasserbasis mit natürlichen Pigmenten und Kreide hergestellt, was sie besonders farbintensiv macht und eine hohe Deckkraft und damit auch lange Ergiebigkeit garantiert. Die Farbe trocknet samtmatt mit einer stumpfen Struktur.

Beim Auftragen dringt die Farbe nicht in das Material ein und kann so zum Beispiel für den Shabby Chic Look auf Holzmöbeln wunderbar abgeschliffen werden.

Vor dem auftragen der Farben muss der Untergrund Staub- und fettfrei sein. Die Farben könnt ihr ganz easy mit einem kleinen Schwämmchen oder Pinsel auftragen. Nehmt lieber zunächst etwas weniger Farbe, da die Deckkraft doch schon ziemlich stark ist. Wenn ihr zwei Farben übereinander auftragt, könnt ihr die obere Farbe hinterher leicht anschmirgeln, so dass die andere Farbe durchscheint. Um eure tollen einzigartigen Stücke noch besser zu schützen, könnt ihr zum Abschluss noch einen Lack auftragen. Diesen gibt es auch schon im matten Look.

Als erstes braucht ihr ein schickes Teil, was ihr bearbeiten möchtet – dies kann ein Möbelstück sein, oder „Deko-Zubehör“ wie in meinem Fall das Küchentablett. Indem ihr die Stellen anklebt, die keine Farbe bekommen sollen, bereitet ihr alles auf den Anstrich vor.

Danach müsst ihr euch eigentlich nur noch entscheiden, welche von den tollen Farben ihr verwenden wollt – ich habe mich einfach für alle vier entschieden 😉 Damit pinselt ihr eurer Tablett dann ein. Tragt die Farbe lieber erst etwas sparsamer auf, da sie ergiebig und auch super deckend ist.

Wenn ihr an manchen Stelle übermalt, ist das gar nicht schlimm. Mit einem Stück Schleifpapier könnt ihr die Stellen noch bearbeiten, was den used-Look zusätzlich verstärkt. Auch zwei unterschiedliche Farben übereinander, bei der die untere Farbe durch Abschleifen hervorblitzt, sieht super schick aus.

Sobald die Farben getrocknet sind, könnt ihr den Anstrich generell noch einmal mit etwas Schleifpapier bearbeiten, um einen tollen Shabby-Chic Look zu kreieren.

 

Mit Kreidefarben zu arbeiten lohnt sich definitiv. Total unkompliziert könnt ihr euren Schätzen ein neues Finish verpassen oder alte und eigentlich schon längst ausrangierte Dinge, die einfach zu schade zum wegwerfen sind, wieder zum Leben erwecken und im neuen Glanz erstrahlen lassen. Die pudrige Optik sieht wirklich schick aus!

FAZIT: Mit den Farben sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt, denn ihr könnt fast jedes Material damit aufhübschen. Sogar nicht saugende Materialien, wie Glas oder lackiertes Holz. Eine Grundierung benötigt ihr nicht. Als Tipp habe ich im Internet gelesen, dass man die Oberfläche mit Küchenpapier polieren kann und ich muss sagen, es funktioniert tatsächlich 🙂 Für draußen gibt es auch schon spezielle Outdoor-Farben, wenn ihr eure Balkon- oder Gartenmöbel ein bisschen erneuern wollt.

MEIN PERSÖNLICHER TIPP: Was nützt das schönste Tablett, wenn man nichts zum darauf anrichten hat? Daher hier noch einen leckeren Tipp, wie ihr euch das super Power-Outdoor-Food für den Sommer selber zubereiten könnt. Müsliriegel könnt ihr prima vorbereiten und zum Picknick oder Spaziergang mitnehmen und dank der getrockneten Früchte und den Nüssen geben sie euch Kraft und machen satt.

Es gibt unendlich viele Rezepte für Müsliriegel im Internet. Hat man ein Rezept gefunden, sollte man sich schon an die ungefähren Mengenangaben halten, es sei denn, man will sich (aus versehen) Müsli selber machen ;-). Bei den getrockneten Früchten und den restlichen Zutaten könnt ihr aber frei wählen, was euch am besten schmeckt oder auch, was ihr vielleicht nicht essen könnt. Mein Lieblingsrezept habe ich auf der Internetseite von „ESSEN UND TRINKEN“ gefunden.

Als erstes schneidet ihr euch eure gewählten Zutaten zurecht und zerkleinert die Nüsse – damit habt ihr dann eigentlich auch schon die größte Arbeit erledigt.

 

Die geschnittenen trockenen Zutaten könnt ihr dann in einer Schüssel schon einmal untereinander mengen.

Dann erhitzt ihr in einem Topf den Honig mit dem Kokosöl und rührt später das Kakaopulver und die vorher eingeweichten Chiasamen unter, wenn ihr den Topf von der Platte genommen habt.

 

Diese Masse kippt ihr dann in eure Schüssel mit den trockenen Zutaten und mixt alles gut untereinander.

 

Danach streicht ihr die Masse auf ein Blech (bei der einfachen Mengenangabe reicht ein Pizzablech 😉 ) drückt alles fest und schiebt das Blech in den Ofen.

 

Ich lasse die Riegel immer etwas länger als angegeben backen, da ich festgestellt habe, dass die Riegel zu Anfang noch sehr weich und bröselig sind, aber da werdet ihr auch ganz schnell ein Gefühl für bekommen, wann eure neuen Lieblings-Leckereien verzehrfertig sind :-).

Wenn eure Masse fertig gebacken ist, lasst ihr alles abkühlen und schneidet sie später in kleinere Riegel bzw. Stücke. Danach am besten sofort probieren 🙂 – mmmmmmhhhhhh!

FAZIT: Super leckere Riegel, die sich (theoretisch 😉 ) lange im Kühlschrank halten. Eine tolle Alternative zu Schokolade, Chips & Co.

MEIN PERSÖNLICHER TIPP: Vorher angeröstete Kokosflocken und getrocknete Erdbeeren geben den Riegeln den letzten Schliff :-).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.