Geprüft auf Nadel und Faden - Vielen Dank für die Blumen

Geprüft auf Nadel und Faden - Vielen Dank für die Blumen

Ich liebe Tulpen – in allen Farben und Varianten könnte ich sie mir in jedes Zimmer stellen. Nur leider haben die schönen farbenfrohen Blumen nicht das ganze Jahr über Saison und mein Daumen ist alles andere als grün, so dass ich nicht so lange Freude an der floralen Pracht habe, wie ich es gerne hätte ;-).

Keine Frage, dass ich restlos begeistert war, als ich bei DaWanda folgende Anleitung entdeckt habe, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Hier wird gezeigt, wie ihr euch Stofftulpen selber nähen könnt, die definitiv lange halten werden :-).

Zunächst vorweg – für ein Last-Minute-Geschenk sind die Blumen nicht geeignet, da man nicht unterschätzen darf, dass alle Blüten noch per Hand zugenäht werden müssen und der Kleber auch eine Weile trocknet. Für meine zehn Tulpen habe ich insgesamt knapp drei Stunden benötigt.

Als erstes schneidet ihr euch am besten wieder alle Einzelteile, also die Blüten und die Blätter zurecht.

Für die Blüten malt ihr euch Kreise mit einem Durchmesser von ca. 20 Zentimetern auf euren gewählten Stoff. Aus jedem Kreis bekommt ihr zwei Blüten. Wenn ihr einen Kreisschneider habt, wäre jetzt eine gute Gelegenheit ihn zu benutzen.

Wenn ihr jetzt denkt, dass die Blüten hinterher sehr groß werden, müsst ihr euch keine Sorgen machen – ich war auch zuerst etwas skeptisch, aber die 20 Zentimeter Durchmesser ergeben eine schöne Blütengröße.

Danach kümmert ihr euch um die Blätter. Ihr benötigt hier die doppelte Anzahl eurer Kreise. Ich habe mich für Filz entschieden, da dieser direkt ein wenig Stabilität mitbringt, die ihr für die Blätter gut gebrauchen könnt.

Wenn ihr alles ausgeschnitten habt, könnt ihr euch den Stielen widmen. Hier erhaltet ihr meinen persönlichen Tipp diesmal schon im Laufe der Anleitung. Ich habe mich nämlich gegen die Schaschlikspieße und den Stoff entschieden, sondern für Pfeifenputzer. Diese gibt es in vielen verschiedenen Farben (natürlich auch in grün) und sie eignen sich hervorragend als Stiele, und werden auch relativ stabil, wenn man zwei Stück miteinander verdreht.

So spart ihr euch das Bekleben der Schaschlikspieße oder die friemelige Arbeit, wenn ihr einen Spieß mit Stoff beziehen wollt. Durch den bereits integrierten Draht könnt ihr eure Blumen später noch hübsch in Form biegen.

Als nächstes kümmert ihr euch wieder um eure Tulpenblüten. Hierfür schneidet ihr eure Kreise einmal halb durch, klappt den Halbkreis rechts auf rechts zusammen und näht diesen an der geraden Kante zusammen.

Wenn ihr damit fertig seid, zieht ihr eure „Dreiecke“ auf rechts und näht die noch offene Seite rundherum per Hand zu, so dass ihr eure Blüte mit dem Faden hinterher zusammenziehen und schließen könnt. Am besten nehmt ihr den Faden doppelt, damit dieser hinterher beim Zuknoten nicht so schnell reißt.

Wenn ihr diesen Schritt erledigt habt, füllt ihr Watte in die Blüte. Je mehr Watte ihr nehmt, umso mehr Spannung hat der Faden und umso schwieriger wird das Zusammenknoten der Fäden hinterher. Wenn ihr gerade eine Dritte Hand zu Hause habt, lasst euch bei diesem Schritt ruhig helfen :-).

Bevor ihr die Blüte nun verschließt, bestreicht ihr an der Spitze des Stiels eine kleine Fläche mit Kleber, die ihr dann in eine vorgeformte Mulde in der Watte drücken könnt. Jetzt könnt ihr die Blüte verschließen – also den Faden zuziehen, gut verknoten und abschneiden.

Abschließend nehmt ihr ein Blütenblatt und bestreicht die untere Ecke mit ein bisschen Kleber. Dann wickelt ihr das Blatt um euren Stiel und befestigt zum Trocknen ein paar Klammern.

Fazit: Wow, die Arbeit hat sich gelohnt. Das ganze Jahr über tolle Blumen und wunderschöne Farbakzente im Haus, die nicht verwelken. Bei der Farbgebung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und ihr könnt völlig neuartige Sorten kreieren, so dass beispielsweise wie bei mir gepunktete Tulpen eure Wohnung schmücken können :-). Auch als Mitbringsel eine sehr schöne Idee!

 

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