Sorgenfresser haben immer Hunger

Sorgenfresser haben immer Hunger

Hier zeige ich dir, wie aus einer alten Lieblingsjeans von Leon ein Sorgenfresser wird. Zuerst wird die Hose zerteilt, dabei solltest du dir überlegen welche Form er kriegen kann und was für Elemente der Hose du benutzen willst. Es ist gut erstmals große Stücke auszuschneiden, um möglichst viel Fläche zu erhalten.

Bei der ausgeschnittenen Fläche hast du eine Vorlage für die Größe und kannst jetzt anfangen den Sorgenfresser zu gestalten.
Falls zu wenig Fläche entstanden ist, kannst du mehrere kleinere Stücke aneinander setzen. Das ergibt oft ein schönes Bild und du kannst deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Für den Mund benutze ich einen alten Reißverschluss. Hier in einer Kontrastfarbe, den ich hinterher aber doch nicht nehme :). Während der Gestaltung kommen mir immer viele neue Ideen und durch Ausprobieren entsteht am Schluss immer ein besonderes Teil.
Reißverschluss und Stoff bügel ich glatt. Ganz wichtig: immer nur von links bügeln!

Bei dem Stoff sind jetzt „Abnäher” durch das Bügeln entstanden. Diese steppe ich auf der rechten Seite mit einem Kontrastgarn ab und gestalte so nach und nach das Gesicht. Die Breite des Reißverschluss bestimmt hier die Breite des Sorgenfressers. Als Tasche für die „Sorgen” wähle ich einen grünen festen Baumwollstoff.

Jetzt wird der Mund geplant: Dabei entscheide ich mich doch für einen blauen Reißverschluss und ein bedrucktes Band mit der Aufschrift „Top Secret”, da die Gelbtöne farblich nicht zusammenpassen.

Der Reißverschluss wird nun an die obere Kante des Stoffes genäht. Dabei kannst du den grünen Innenstoff gleich mitfassen oder in einem zweiten Schritt annähen. Genauso machst du es mit der unteren Stoffkante.

Die Augen kannst du  aus weißem und schwarzen Stoff (weiß für die Augen, schwarz für die Pupille) vorbereiten. Dazu unterlege ich die Kreise vor dem Ausschneiden mit Vlieseline, damit sie fester werden und ich sie besser applizieren kann.

Anschließend nähst du die Augen auf. Es wird einfacher, wenn du sie dazu mit wenigen Nadeln in der Mitte feststeckst und dann mit einem kleinen Zick-Zack-Stich applizierst.

Wenn du den Beutel noch nicht an den Reißverschluss genäht hast, musst du es jetzt tun. Ebenfalls solltest du jetzt die Seitennähte des Beutels zunähen. Die Größe der entstandenen Fläche lässt dir Platz zum designen. Ich entscheide mich für diese Form, die ich anschließend ausschneide. Vergiss die Nahtzugabe nicht!

Für die Augenbrauen benutze ich Reste aus den Nahtzugaben der Jeanshose. Wie du siehst kann man herrlich mit den Gesichtsausdrücken spielen. Viel Spaß dabei!

Im nächsten Schritt verziere ich die Front mit dem bedruckten Satinband.

Weiterhin entscheide ich mich noch eine Zunge in die obere Reißverschlusskante einzusetzen. Für die Zunge habe ich roten Karostoff verstürzt, gewendet und etwas mit Watte gefüllt. Damit ich sie zwischenfassen kann, muss ich ein Stück Naht auftrennen und mit Zunge wieder zunähen.

Für die Rückseite nähe ich verschiedene Stoffe aneinander, um genügend Fläche zu erhalten. Hierbei nutze ich auch die übrigen Taschen von der kleinen Jeanshose.

Wenn Vorder- und Rückseite fertiggestellt sind, werden sie rechts auf rechts aufeinander gelegt und zusammengenäht (verstürzt). Vergiss die Wendeöffnung nicht!

Jetzt kannst du den Sorgenfresser wenden und nach dem Füllen mit Watte die Wendeöffnung zunähen. Damit die Öffnung nicht so auffällt, nähe ich sie lieber mit den Hand als mit der Maschine zu.

Bei der Herstellung dieser schönen Einzelstücken habe ich immer viel Spaß und freue mich sehr, wenn Kinder sie in ihr Herz schließen. Fang einfach mal an und lass deiner Fantasie freien Lauf. Auch für Nähanfänger ist das ein schönes Projekt, denn hier steht deine Kreativität im Vordergrund und nicht perfekte Nähte!

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