Urban Gardening

Urban Gardening

Grüne Inseln zwischen Beton und Asphalt

Urban Gardening oder auch Urbaner Gartenbau bezeichnet das Betreiben von Landwirtschaft innerhalb von Siedlungsgebieten und in deren direkten Umgebung. Gärten inmitten von Wohnhäusern und Geschäften gibt es bereits seit der Antike oder dem Mittelalter, somit ist die Idee einer urbanen Gartenanlage keine Erfindung der Neuzeit. Der derzeit wieder auferlebte Trend verbindet soziale, künstlerische und ökonomische Aspekte. Im Vordergrund steht dabei natürlich die Verschönerung der einzelnen Städte, aber auch die soziale Interaktion der Beteiligten.

Urban Gardening - Bild 3
© iStockPhoto.com/AnneGreenwood

Mit der Zeit entstanden unterschiedliche Ideen für verschiedene Gartenmodelle. In einer mobilen Gartenanlage beispielsweise werden Pflanzen ausschließlich in Blumenkübel, Säcke oder alte Badewannen gepflanzt, sodass man mit der Gartenanlage jederzeit umziehen könnte und die Versetzung unkompliziert bleibt. In den sogenannten Community Gardens soll die Gemeinschaft und den Zusammenhalt stärken. Diese Gärten werden meist von bestimmten Gruppen wie Schulen, gemeinden oder kirchlichen Vereinigungen genutzt. Aber auch in interkulturellen Gärten soll eine Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft ermöglicht und sich ausgetauscht und angenähert werden. Auch Kinderbauernhöfe oder sogenannte City Farms können als eine Art Urban Gardening angesehen werden. Neben dem Halten von Nutztieren wird dort auch Obst und Gemüse selbst angebaut. Diese Anlagen haben sich auf diverse Mitmach-Aktionen für Kinder spezialisiert.

Urban-Gardening - Bild 2
© iStockPhoto.com/LorraineBoogich

Illegale Städteverschönerungen

Eine subversive Variante der städtischen Begrünung stellt das Guerilla Gardening dar. Diese Methode, also eine brach liegende Fläche zu finden und diese zu erobern, um anschließend Gewächse darauf anzupflanzen, existiert seit den Siebzigern. Guerilla Gardening ist allerdings illegal und wird manchmal als eine Form von politischem Protest eingesetzt.

Urban Gardening - Bild 4
© iStockPhoto.com/AnneGreenwood

Immer mehr Menschen entdecken ihren grünen Daumen und somit ist unter dem Begriff „Urban Gardening“ in den letzten Jahren ein regelrechter Trend gewachsen. Und das nicht etwa kurzlebig – das Interesse ist riesig. Wer urbanen Gartenbau betreibt, dem liegt der bewusste Konsum der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die umweltschonende Produktion am Herzen. Außerdem geht es beim „Urban Gardening“ um die nachhaltige Bewirtschaftung der gärtnerischen Kulturen sowie dem gemeinschaftlichen Aspekt. Durch die Gartenanlagen wird gesorgt, dass die Städte wieder grüner werden. Die Menschen versuchen dabei selbst zu ändern, was sie an ihrer Umgebung stört. Ganz nach dem Motto „Do-It-Yourself“.

 

 

Beitragsbild: © iStockPhoto.com/SilviaJansen

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