Come Together - Speiseröhren- und Magenkrebs überleben

Come Together - Speiseröhren- und Magenkrebs überleben

Frank Maienschein im Interview – wie er sein Krebsleiden überwinden konnte

Kurt und ich haben Frank Maienschein zu Gast, einen Menschen, der sich seiner Krebsdiagnose mutig entgegen gestellt hat. Jeder von uns hofft ja insgeheim, dass er niemals mit dieser Situation konfrontiert wird. Desto wichtiger ist es, darüber zu reden, wenn das Schicksal es nicht so gut mit einem meint. Diagnose: Magenkrebs – ein Thema, das nicht einfach zu besprechen ist… Dennoch wagen wir den Schritt, einen Einblick in das Innere eines Menschen zu erhalten, von der Diagnose über das Chaos der Gefühle bis zur Kampfansage und dem Leben weiterhin positiv gegenüber zu stehen. Frank ist ein Mensch voller Hoffnung und Motivation, der unbedingt sein Ziel  ins „normale” Leben zurückzukehren, erreichen wollte. Jemand, der anderen Betroffenen Mut machen möchte, genau dieses Ziel auch vor Augen zu haben.
Seine Internetseite über das Überleben von Magen- und Speiseröhrenkrebs gibt nicht nur zahlreiche Informationen über den möglichen Verlauf dieser schweren Krankheit, sondern auch die Möglichkeit, sich in die Lage des krebskranken Menschen zu versetzen.

Nach der Diagnose braucht man Lebenswillen und Motivation

Ein guter, fachlich versierter Freund machte Frank bei einem gemeinsamen Grillabend darauf aufmerksam, sich dringend untersuchen zu lassen, was er dann auch umgehend tat. Bis dahin hatte er eigentlich keine großen Beschwerden bemerkt, auch sein Gewichtsverlust hatte er auf seine vermehrten sportlichen Aktivitäten zurückgeführt. Nach der Untersuchung und der gestellten Diagnose verlor er erstmal den Boden unter den Füßen und beschreibt den Sog der Gedanken, der ihn danach überfiel. „Alles, was in diesem Leben noch passieren sollte, passiert jetzt nicht mehr. Du nimmst nicht mehr daran teil!” und man fragt sich „Warum?”, erinnert sich Frank an diese Zeit, die er als die schlimmste Phase der gesamten „Krebskarriere” beschreibt. Der Moment, in dem sich Ärzte seiner Person angenommen haben und er professionell therapiert wurde, empfand Frank als große Entlastung. Ein routinierter und gelassener Ablauf in der Dortmunder Klinik war für ihn besonders wichtig und gab ihm das wichtige Gefühl in guten Händen zu sein. Er warnt vor blinder Internetrecherche, bei der oft Horrorszenarien aufgezeigt werden, die so nicht zutreffend sind. Für ihn war eine positive Grundeinstellung zu seiner Krankheit und die Ausschöpfung möglicher Behandlungsmethoden unumgänglich. Diese kämpferische Haltung möchte er auch anderen Krebspatienten ans Herz legen und seine Erfahrungen und Motivation am Leben zu bleiben weitergeben, quasi als Danke Schön für seine Heilung.

Resilienz braucht Rückhalt

Den steinigen Weg der Krebsbehandlung konnte er nur gemeinsam mit seiner Familie beschreiten und ist den Weg aus dem Tal zum Gipfel ganz bewusst gemeinsam mit seiner Frau und seinen Söhnen gegangen. Für alle, die diese Art der Unterstützung nicht haben, steht er als Moderator des Vereins „Ratgeber Magenkrebs Speiseröhrenkrebs e.V.” zur Verfügung. In der Uni-Klinik in Essen steht er Patienten zur Seite, um als lebendes Beispiel zu zeigen, dass man Magen- und Speiseröhrenkrebs überleben kann!

Genesung braucht guten Schlaf

Seinen Schlaf hat Frank selbstständig optimiert und sein Bett umgebaut. Das Problem, dass man das Aufsteigen von Magensäure über Nacht nicht verhindern kann, hat ihn veranlasst sein Bett so umzubauen, dass sich sein Oberkörper in einer optimalen Schräglage befindet. Einen genauen Umbauplan für sein Reflux-Bett findet ihr auf Franks Homepage.

Wir lassen uns gerne von Franks Optimismus und Motivation anstecken, ihr vielleicht auch?

 

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