5 Gründe, warum wir lesen sollten

5 Gründe, warum wir lesen sollten

Realität? Bitte umblättern!

Ich bin selbst nicht das, was man unter einer Leseratte oder einem Bücherwurm versteht. Ich kann auch mal eine Zeit lang ohne. Doch irgendwann ist es wieder soweit … wenn ich mal Abstand brauche … ein paar Mal im Jahr … allerspätestens wenn mir das Gelaber der anderen Fahrgäste in der S-Bahn zu sehr auf die Nerven geht … Meist lese ich auf dem Smartphone Nachrichten, aber das ist nicht das gleiche, das ist kein „Abtauchen”, es lässt mich das Drumherum nicht zu Genüge ausblenden. Dies geht nur mit einem Buch. Bücher sind gut zu dir, Lesen hat nur Vorteile.

1. Lesen reduziert Stress

Lesen kann Stress abbauen. Ob Sachbuch, Groschenroman, Weltliteratur – es ist unerheblich, welches Buch gelesen wird. Wichtig ist, dass sich der Leser „vertieft”: Ein gutes Buch fesselt die Sinne und lässt uns Alltagssorgen für eine Zeit lang vergessen. Ist es gar der effektivste Weg, um Stress abzubauen? Laut einer Studie, durchgeführt von Wissenschaftlern der University of Sussex, sind sechs Minuten vertieftes Lesen ausreichend, um das Stresslevel um bis zu 60 % zu senken, den Herzschlag zu verlangsamen, Muskeln zu entspannen und den Geisteszustand zu verändern. Lesen wirkt somit besser als beispielsweise Spazierengehen, Musikhören oder Teetrinken. Sogar viel besser – Dr. David Lewis von der Sussex University fand heraus: „Sich selbst in einem Buch zu verlieren, ist die ultimative Entspannung.”

Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt. – Arabisches Sprichwort

2. Lesen schürt Intelligenz

In einigen Studien wird unmissverständlich belegt, dass regelmäßiges Lesen die Gehirnleistung steigert. Nicht nur die Gedächtnisleistung, sondern auch drei verschiedene Formen von Intelligenz werden verbessert: zum einen die Fähigkeit, mit eigenen sowie fremden Gefühlen umzugehen (emotionale Intelligenz), zum zweiten die Begabung, Lösungen für Probleme zu erarbeiten (fluide Intelligenz), und zum dritten das Wissen, welches ein Individuum insgesamt aufnimmt (auskristallierte Intelligenz).  Außerdem haben Leser einen größeren Wortschatz – sie können sich treffsicherer ausdrücken. Auch der Schreibstil verändert sich zum Positiven. Darüberhinaus werden intelligente Menschen als attraktiver wahrgenommen.

Katze mit Buch
© iStockphoto.com/gilas

3. Lesen schützt vor Alzheimer

Menschen, die Freizeitaktivitäten nachgehen, die das Gehirn fordern, haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Wird das Gehirn ausreichend trainiert, indem anspruchsvolle geistige Aktivitäten ausgeübt werden, so kann es vor Krankheiten geschützt werden. Wer seine grauen Zellen herausfordert, kann sicherlich nichts falsch machen. Forscher gehen davon aus, dass geistig aktive Menschen seltener an Alzheimer erkranken. Nicht nur Lesen, sondern Gehirnjogging in jeglicher Form wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling. – Johann Christoph Friedrich von Schiller

4. Lesen macht empathisch

Gibt es eine Verbindung zwischen dem Lesen von Romanen und der Entwicklung von Empathie? Scheinbar ist das so: Lesende Menschen haben eine ausgeprägtere Sozialkompetenz gegenüber Lesemuffeln; sie können beispielsweise besser im Beziehungsalltag auf ihre Partner eingehen. Und darüber hinaus sind Leser spendabler: Sie spenden häufiger für gute Zwecke oder leisten häufiger gemeinnützige Arbeit. Dazu fähig zu sein, sich in andere hineinzuversetzen, kann nach Expertenmeinungen u. a. durch das Lesen von Büchern erlernt werden, da Leser in verschiedenste Charaktere schlüpfen und sich mit unterschiedlichsten Ansichten beschäftigen. Außerdem sind Menschen, die Bücher mögen, anderen Kulturen gegenüber offener.

Das Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in uns. – Franz Kafka

5. Lesen kostet nichts

Es gibt teure Hobbys. Und es gibt auch teure Bücher. Und es gibt Bibliotheken. Und es gibt Freunde und Bekannte. Laut Google gibt es circa 130 Millionen verschiedene Bücher auf der Welt (Stand August 2010). Wenn du es richtig anstellst, kann Lesen ein sehr günstiges Hobby sein, das du fast überall ausüben kannst. Bei der Auswahl ist es kein Problem, mal ein Schnäppchen zu schießen.

Und wenn es wieder einmal soweit ist, dass ich entfliehen muss, dann werdet ihr mich vermutlich in Zamonien finden. 😉

 

 

Beitragsbild: © Bart Siegner

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