oh NÄH! – Tunika für Britta - Part 2 (Aufz. v. 24.04.2020)

oh NÄH! – Tunika für Britta - Part 2 (Aufz. v. 24.04.2020)

Liebe Freunde der geraden Naht, 

die Tunika-Woche geht in die heiße Phase: Brittas Tunika (ein sommerlich-schwarzes Träumchen mit weißen Punkten) nimmt Gestalt an… 

Anpassungen, Zuschnitt und erste Nähte sind gemacht ► oh NÄH! – Tunika für Britta – Part 1

Zur Aufzeichnung

Von der Antike bis heute: die Tunika im Wandel

Die Tunika reicht bis in die römische Antike zurück und bezeichnet ein hemdartiges, bodenlanges Kleid, das aus zwei Stoffstücken zusammengenäht wurde. Es gab einen Kopfschlitz sowie Öffnungen für die Arme. Durch die Jahrhunderte wurde dieses schlichte Gewand kürzer und wurde meistens gegürtet. Als die Schnitte aufwendiger wurden, verlor sie an Bedeutung, ist aber aus unserer heutigen Modewelt nicht mehr wegzudenken. Dieses locker geschnittene Oberteil kann mit verschiedenen Halsausschnitten versehen werden und die gerade Linienführung wird oft durch Querteilungsnähte und auch Raffungen unterbrochen.

Tunika-Schnittmuster selbst entwerfen

Braucht man wirkliche einen Schnitt für eine Tunika? Wenn ihr eine Lieblingsbluse oder ein Lieblingsshirt habt, könnt ihr ganz einfach den Schnitt kopieren und daraus ein neues Lieblingsstück kreieren. Dabei solltet ihr für die Tunika, das gleiche Material benutzen, wie am Originalstück (Stichwort: Elastizität) 🙂

Zuerst solltet ihr die hintere Länge der Tunika festlegen, meistens eignet sich eine Gesamtlänge bis Mitte Oberschenkel. Gemessen wird die Länge in der hinteren Mitte. 😉 

Wenn ihr einen Papierschnitt herstellen möchtet, geht das so:

  • Eure Vorlage der Länge nach zur Hälfte falten und an die Papierkante legen (ich habe eine Bluse ohne Abnäher gewählt). Da sich an der Ärmelansatznaht Falten legen, habe ich ein Geodreieck als Kontrolle angelegt, um die Schräglage vom Ärmel zu mitteln.Es ist hilfreich, die Schulterlinie und die Ärmel im Achselbereich zu fixieren.

  • Die Außenkante des Teils auf das Papier übertragen und den Übergang von Unterarm zur Seitenkante fließend als Bogen zeichnen. Dabei hilft ein Teller, wenn kein Kurvenlineal zur Stelle ist. Je größer der Radius, desto lockerer fällt die Tunika auf der Brustebene.

  • Die Schulterlinie verläuft bei der Tunika gerade und kann gut mit einem langen Linieal gezeichnet werden. Je nach persönlicher Schulterneigung kann die Schräglage individuell schwanken: abfallende Schultern = stärkere Neigung; gerade Schultern = wenig Neigung. Ich habe mich für eine mittlere Neigung entschieden, die sich aus den Falten an der Schulter und am unteren Armlochpunkt ergeben hat.

  • Den Halsausschnitt nach belieben gestalten. Das hintere Halsloch lässt sich einfach abzeichnen. Als Hilfestellung zeichne ich einen Strich für die Höhe des vorderen Halsausschnittes. Diese Linie zeichne ich ein, wenn das Teil entfernt ist. Dabei gilt die Kurve nicht zu rund einzuzeichnen und rechtwinklig auf die vordere Mitte einlaufen zu lassen.

  • Die Seitennaht sollte nun soweit ausgestellt werden, dass der halbe Gesäßumfang auf der Gesäßebene erreicht wird. Bei mir reicht ein gerader Linienverlauf; die Seitennaht soweit verlängern, bis ihr die gewünschte Gesamtlänge erreicht habt.

 

Sollte der Schnitt doch etwas aufwendiger gestaltet werden, können Raffungen Teilungsnähte und oder Taschen hinzugefügt werden. 🙂

Gewinnspiele

Wir verlosen live in der Sendung (Anrufer-Gewinnspiel) und auf YouTube (oh NÄH!-Aufzeichnung auf YouTube schauen und einen Kommentar abgeben) jeweils eine SchabloNÄH! und aus Jeans recycelte Bleistifte. Viel Glück! 

► Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele / Programm / Social Media

Facebook & Instagram

Ihr findet uns auch auf Facebook und Instagram – schaut doch mal vorbei! In der oh NÄH!-Facebook-Gruppe dreht sich alles ums Nähen – hier findet ihr viele Infos zur Sendung. Zeigt uns eure selbst genähten Tuniken – Bild posten und Hashtag #Tunika verwenden! 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.